” Eisgekühlte ” Sportler sind besser
Geschrieben von Christoph Seiwald am 4. August 2007
DÜSSELDORF. Der Anblick von Fußballern, die sich vor dem Spiel oder Ihrer Einwechslung mit minutenlangen Übungen warm machen, könnte bald der Vergangenheit angehören. Eine Studie der Universität Münster und Dortmund kommt zu dem Ergebnis, dass eher das Gegenteil gut ist. Abkühlen statt Aufwärmen vor Training und Wettkampf.
Mehr als 50 Hobby- und Spitzenathleten wurden kurzfristig bei minus 120 Grad in eine so genannte Kältekammer gesteckt. Die eisige Kälte hat die Probanten tatsächlich in eine optimale körperliche Ausgangsverfassung für sportliche Aktivitäten gebracht. Im Herbst dieses Jahres werden die Wissenschaftler untersuchen, wie die Anwendung durch weitere Kühlmethoden wie Kühlwesten, Kaltluftgeräten, Crash Eis Anwendungen oder Kaltduschen weiter verbessert werden kann.
In diesem Sommer mussten bei einigen Marathon Läufen in Rotterdam und London, aber auch in Dortmund und Berlin mehr als hundert Läufer wegen Hyperthermie, also überhöhter Körperthemperatur, behandelt werden. Unter der Leitung von Sandra Ückert gehen derzeit Dortmunder Sportwissenschaftler gemeinsam mit Winfried Joch von der Universität Münster und Kollegen daher der Frage nach, wie sich die kurzfristige Anwendung extremer Kälte auf die sportliche Leistung auswirkt.
Dazu gehen die Probanten für zweieinhalb Minuten in ein minus 120 Grad Celsius kühles ” Polarium ” und absolvieren dann einen Dauerlauf bei 90 % der Maximalleistung. Schon nach sechs Monaten konnten die Wissenschaftler feststellen, dass die Probanten durch eine bessere Blutumverteilung und Versorgung mit Sauerstoff erheblich leistungsstärker wurden.
Es reicht nach Ansicht der Wissenschaftler eben nicht aus, sich an die Hitze zu gewöhnen und den Wasserverlust des Schwitzens durch Trinken auszugleichen. Das viel gepriesene ” Aufwärmen ” vor dem Sport sei sogar kontraproduktiv. Denn schon ab Außentemperaturen von 15 Grad Celsius, geschweige denn bei hochsommerlichen Temperaturen, wei sie meist bei sportlichen Großereignissen herrschen, wirke Wärme von zwei Seiten auf den Körper des Sporterls: die bei sportlicher Belastung ansteigende körpereigene Wärmeproduktion und die Wärme durch die Umgebungsfaktoren.
Nur durch Schwitzen allein kühlt der menschliche Körper nicht genügend ab. Wird dagegen die Körperperipherie, also das direkt unter der Haut liegende Gewebe, vor der sportlichen Belastung extrem gekühlt, tritt der Prozess des Körpertemperaturanstieges später ein. Dadurch werde nicht nur Energie gespart, sondern auch die Leistung verbessert , so die Sportwissenschaftler.         fk
 quelle: burk-ag institut für absatzförderung
 Bei MOUNTAINAIRING HÖHENTRAINING werden diese Erkenntnise bereits angewendet. Barfuß Rivertrekking im Gebirgsbach fördert die Durchblutung - kühlt den Körper - Steigert die Leistungsfähigkeit und sensibilisiert die Motorik.
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12. August 2009 um 19:51
-120°C kann ich mir gar nicht vorstellen, dass man unter solchen Temperaturen noch überleben kann, geschweige denn noch Höchstleistungen erbringen kann. Wahnsinn